Die Wechseljahre mit Maca meistern

Maca in der Menopause 

Die Wechseljahre mit Maca meistern

Wie lila, rotes und gelbes Maca zu festen Knochen und einer beschwerdefreien Menopause beitragen können, indem sie die Hormonproduktion von innen her anregen.

Zusammenfassung:

  • Die Wechseljahre lassen sich in drei Phasen unterteilen, die von unterschiedlichen spezifischen Symptomen und organischen Veränderungen gekennzeichnet sind: die Prämenopause, die bereits ab Mitte 30 einsetzen kann, die eigentliche Menopause und die Postmenopause, die ein Jahr nach der letzten Regelblutung beginnt.
  • Je nach Phase eignet sich eine andere Maca-Sorte zur Behandlung der auftretenden Beschwerden des Progesteron- bzw. Estradiolmangels. 
  • Rotes und lila Maca helfen während der Prämenopause, sowie bis durch die eigentliche Menopause hindurch. Gelbes Maca hilft ab der Zeit danach, der sogenannten Postmenopause.
  • Im Gegensatz zur Hormonersatztherapie (HET) stimuliert Maca als Adaptogen von Innen her die Hormonproduktion ohne dem Körper Phytohormone zuzuführen und hilft so ohne die Nebenwirkungen der klassischen HET.
  • Maca wirkt antidepressiv, angstlösend, erdend und anregend und sorgt für starke Knochen und eisenreiches Blut. Seine Wirksamkeit ist wissenschaftlich bestätigt. Alle weiteren Wirkungen und Anwendungsbereiche der Pflanze finden Sie eingehend im umfassenden Beitrag zur Wirkung von Maca dargestellt.

Ein altbewährtes Mittel: Maca in der Menopause

Die Maca-Wurzel ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Hochanden und traditionell für ihre Wirkung auf das menschliche Hormonsystem bekannt, das sie ausgleicht und in jeglicher Hinsicht zu Fruchtbarkeit anregt. Nicht nur in der Volksmedizin der Inka hatte Maca daher einen unangefochtenen Platz in der Behandlungen aller Symptome und Beschwerden im Zusammenhang mit den Fortpflanzungsorganen der Frau, sondern auch in der modernen Forschung, die diese Wirkungen klinisch bestätigt. Da sich Wechseljahrsbeschwerden tatsächlich auch als hormonelle Schwankungen und Mangelerscheinungen in den beiden wichtigsten Sexualhormonen verstehen lassen, nämlich Progesteron und Estradiol, liegt es nahe, Maca während der Wechseljahre als Nahrungsergänzungsmittel zu bemühen um einen Ausgleich der Hormonproduktion von innen her zu fördern. Zusammen mit einer intelligenten Ernährung ist es auf diesem Wege durchaus möglich eine Hormontherapie zu ersetzen und die damit verbundenen Nebenwirkungen zu umgehen.

Grundsätzlich ist bei einer solchen Behandlung jedoch auf die richtige Maca-Sorte zu achten entsprechend der jeweiligen Phase der Menopause. So eignet sich während der Prä- bzw. Perimenopause das rote bzw. lilafarbene Maca zur Linderung der Menstruationsbeschwerden, Stimmungsschwankungen und Hitzewallungen und in der Zeit der Postmenopause das gelbe Maca zur Steigerung der abfallenden Libido und Aufhellung des Gemüts.

Maca in den Wechseljahren im Kurzüberblick

  1. Die Wechseljahre beginnen mit dem schleichenden Abfall des Progesteronspiegels in der Prämenopause, die mit dem Beginn des Abfalls des Estradiolspiegels in die eigentliche Menopause übergeht. Den Zeitraum von Beginn der Prämenopause bis ein Jahr nach der letzten Regelblutung nennt man Perimenopause. Danach beginnt die Postmenopause. 
  2. Während der Prä- bzw. Perimenopause helfen lila Maca und rotes Maca das hormonelle und seelische Gleichgewicht wiederherzustellen und zu wahren.
  3. Während der Postmenopause hilft gelbes Maca Stimmung und Libido zu heben.
  4. Da es sich um eine therapeutische Maßnahme handelt, ist sowohl die regelmäßige Einnahme als auch die richtige Dosierung von Bedeutung, die sich am Grad der Symptomatik orientiert.
  5. Das zum Einsatz kommende Maca sollte biologisch angebaut sein und aus einer bestimmten, unerreicht nährstoffreichen Region Perus stammen, sich also durch das Prädikat „Maca Junín-Pasco“ qualitativ ausweisen können. Bei Rohpulver ist auch auf Rohkostqualität zu achten. Der Grad der Wirksamkeit hängt von der Qualität der Pflanze ab!

Was sind die Wechseljahre?

Die Wechseljahre bezeichnen den allmählichen natürlichen Übergang der Zeit der weiblichen Fruchtbarkeit in die Zeit der Unfruchtbarkeit des Alters. Dieser Prozess vollzieht sich in zwei Schüben, wobei zunächst das Gestagen Progesteron zu sinken beginnt und dann mit Verzögerung auch das Östrogen Estradiol (E2) nachfolgt, was jeweils mit unterschiedlichen Begleiterscheinungen einhergeht, nämlich denen des Progesteronmangels und denen des Östrogenmangels. Progesteron und Estradiol sind Gegenspieler und im Normalfall in einem harmonischen Schwingungsgleichgewicht auf einander eingestellt, so dass sie sich in einer guten Ratio zu einander verhalten. Während der Menopause gerät dieses Gleichgewicht aus den Fugen, wodurch die charakteristischen Symptome der jeweiligen Phase entstehen.

Achtung: Wechseljahre können auch weitgehend symptomfrei oder mit nur geringen Erscheinungen verlaufen! Viel hängt hier von der Lebensweise und der Konstitution der jeweiligen Frau ab. 

Die 3 Phasen der Menopause und ihre charakteristischen Symptome

1. Die Prämenopause, bei der der Progesteronspiegel allmählich zu sinken beginnt. Diese Phase beginnt in der Regel um das 40. Lebensjahr, kann unter Umständen aber bereits mit Mitte 30 einsetzen, wobei unterhalb eines bestimmten Progesteronpegel kein Eisprung mehr stattfindet und es schwieriger wird schwanger zu werden, obwohl der Östrogenspiegel noch konstant ist und es theoretisch möglich wäre. Sie wird häufig verkannt und die betroffenen Frauen fühlen sich emotional instabil und überlastet ohne sich recht erklären zu können, woran das liegt.

Symptome dieser Phase sind die eines Progesteronmangels:

  • Prämenstruelle Beschwerden (PMS)
  • Depressive Verstimmung
  • Gewichtszunahme
  • Schmerzen in den Brüsten
  • Austrocknung der Haut
  • Hitzewallungen und Nachtschweiß
  • Emotionale Instabilität und Konzentrationsschwäche
  • Migräneneigung
  • Unfruchtbarkeit (bei Regeneration des Hormonhaushalts vorübergehend)
  • Libidoverlust (aufgrund von Östrogendominanz)
  • Schlafstörungen
  • Erhöhtes Risiko für Osteoporose, Brustkrebs und Herzinfarkt

2. Die (Peri-)Menopause, also der allmähliche Abfall des Östrogenspiegels (Estradiol) ab Mitte bis Ende 40, die durchschnittlich um das 50. Lebensjahr in das vollständige Erliegen des Regelzyklus einmündet (Amenorrhoe).

Zu den Symptomen der Prämenopause treten mit dem Abfallen des Estradiolspiegels vor allem noch folgende Symprome hinzu:

  • Hitzewallungen 
  • Schweißausbrüche (vor allem Nachtschweiß)
  • Libidoverlust (aufgrund von Östrogenmangel)
  • Stimmungsschwankungen, Nervosität

3. Die Postmenopause ab dem 12. Monat nach Ausbleiben der letzten Regel. Sie bezeichnet einen etwa zehnjährigen Prozess, während dessen die Östrogenproduktion der Eierstöcke vollständig zum Erliegen kommt und der weibliche Organismus auf das Östrogen Estron als Hauptöstrogen umsteigt und schließlich mit etwa 65 Jahren in das Lebensalter des Seniums einmündet. Die Symptome der Menopause lassen dabei allmählich ab und es zeigen sich deutliche Zeichen des Alterns.

Zu den Symptomen der Postmenopause gehören:

  • Scheidenatrophie
  • Libidoverlust (aufgrund von Östrogenmangel)
  • Hautalterung und Faltenbildung
  • Depressive Verstimmung
  • Verlust an Knochendichte, erhöhtes Osteoporoserisiko

1. Lila und rotes Maca in der Prä- und Perimenopause

Die Zeit der Prämenopause ist von einem Mangel des Gelbkörperhormons Progesteron als Gegenspieler zu dem Östrogen Estradiol gekennzeichnet, weswegen man sowohl von Progesteronmangel als auch von Östrogendominanz spricht. Mit Beginn der Perimenopause beginnt auch der Östrogenspiegel allmählich zu sinken und es kommt abwechselnd zu Symptomen der Östrogendominanz und des Östrogenmangels

Progesteron und Progesteronmangel in der Prämenopause

Progesteron ist für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut sowie den Erhalt der Schwangerschaft verantwortlich und erreicht während der zweiten Zyklushälfte im Normalfall seine höchste Konzentration. Progesteron als Hormon wirkt erdend und beruhigend auf die Psyche. Ein Mangel äußert sich folgerichtig in Schlafstörungen, Unruhe, emotionaler Instabilität und Stimmungsschwankungen. Außerdem wirkt das Hormon entwässernd und abschwellend, bremst die Faltenbildung und den Knochenabbau und reguliert die Tätigkeit der Schilddrüse. Folglich ist ein Mangel mit Knochenabbau, Hauttrockenheit, geschwollenen Beinen, Gewichtszunahme, einer Schilddrüsenunterfunktion und mangelnder Vitalität verbunden. 

Während der Prämenopause nun nimmt die Konzentration des Gelbkörperhormons im Blut ab, wodurch sich die Regelzyklen verunregelmäßigen und allmählich verkürzen, wobei ab einer Zykluslänge von drei Wochen mit Sicherheit kein Eisprung mehr stattgefunden hat. Auch sonst kommt es ab der Mitte des 4. Lebensjahrzehntes immer häufiger zu so genannten anovulatorischen Menstruationszyklen, bei denen zwar ein Ei heranreift, aber nicht mehr springt, was den Anschein einer Fruchtbarkeit erweckt, die so in Wirklichkeit jedoch nicht gegeben ist, wenngleich sie vonseiten der Östrogenlage noch möglich wäre. Charakteristisches Anzeichen einer zunehmenden relativen Östrogendominanz sind vor allem Migräneneigung und das Prämenstruelle Syndrom (PMS).

Nicht nur die Wechseljahre bringen die Hormone durcheinander, sondern auch auch Weichmacher.

Achtung: Eine Östrogendominanz muss nicht notwendig von einer Ermüdung der Eierstöcke herrühren, da eine Reihe von Umwelteinflüssen heutzutage östrogenartig auf den Körper einwirken, was die Körperintelligenz durcheinander bringt. Man spricht dabei von so genannten „endokrinen Disruptoren“ (z.B. Weichmacher in Plastikflaschen). Dies ist insbesondere dann zu bedenken, wenn Symptome der Prämenopause vergleichsweise früh auftauchen. Auch Stress spielt hierbei eine wesentliche Rolle, da die Vorstufe des Progesteron (Pregnenolon) zur Neutralisation der Stresshormone benötigt und damit zu Lasten ausgeglichener Weiblichkeit gleichsam „aufgebraucht“ wird. 

Estradiol und Estradiolmangel in der Menopause

Estradiol ist das primäre Hormon der Verweiblichung und sorgt neben einer weiblichen Körperform für reine Haut und gesunde Haare, die darum als Zeichen der Fruchtbarkeit zu einem wesentlichen Teil die weibliche Schönheit und jugendlichen Frische ausmachen. Mit dem Abfall des Östrogenspiegels sind unreine Haut (bis hin zu Akne), Haarausfall, Abgeschlagenheit, Libidoverlust mit Scheidentrockenheit, Schwitzen und vor allem die charakteristischen Hitzewallungen verbunden. Ebenso meldet sich eine depressive Verstimmung, gepaart mit Gedächtnisstörungen und sogar Demenzneigung.

Da während der Menopause sowohl der Progesteron- als auch der Estradiolspiegel sinkt, kommt es zu einer allgemeinen Intensivierung der Symptome und ein Hin- und Herpendeln der Symptome beider Hormonungleichgewichtzustände. Auch hier wirkt Stress verstärkend, indem er die Grundlage der Hormonproduktion gleichsam verzehrt. Im Ganzen kann es in dieser Phase unter Umständen zu erheblichen Beeinträchtigungen des allgemeinen Wohlbefindens kommen, die eine Behandlung erfordern.

Risiken der Hormonersatztherapie 

Die häufigste Behandlungsform für Wechseljahrsbeschwerden ist die Verabreichung künstlicher Hormone im Rahmen einer so genannten Hormonersatztherapie (HET) entweder in Form von Gestagen/Östrogen- (Perimenopause) oder reinen Östrogen-Präparaten (Postmenopause). Die mit dieser Behandlungsform verbundenen Risiken (Brustkrebs, Schlaganfall, Thrombose) sind jedoch derart erhöht, dass die Women’s Health Initiative (WHI) den gewonnenen Nutzen im Jahre 2002 als unzureichend eingestuft hat.[i]

Dies hat in der Folge zu einem massiven Absetzen der Hormonpräparate geführt, obwohl etwa ein Drittel der Frauen unter erheblichen wechseljahrsbedingten Beeinträchtigungen leiden. Diesen Befunden widerspricht jedoch nun eine neuere englische Studie, die das Alter (Postmenopause) der Probandinnen, deren Vorerkrankungen sowie die verabreichte Dosis der Studienteilnehmer zur Relativierung der Schlussfolgerung der WHI heranzieht um die HET für die von starken Symptomen betroffenen Frauen zu rehabilitieren.[ii] Der Nutzen für diese Frauen, so heißt es, übersteige die Risiken und nicht umgekehrt wie vorher angenommen.

Dies ist jedoch nicht die einzige mögliche Schlussfolgerung. Denn zieht man in Betracht, dass viele Frauen ihre Wechseljahre tatsächlich ohne sonderliche Beschwerden zu meistern in der Lage sind, so kann mit einigem Recht davon ausgegangen werden, dass der weibliche Organismus grundsätzlich über die Fähigkeit einer geordneten Herunterregulation des Hormonspiegels verfügt, ohne dazu zwingend auf die äußerliche Gabe von Hormonen angewiesen zu sein. Daraus nun ergibt sich die Frage, wie dieser Selbstregulation zugearbeitet werden kann. 

Lila und rotes Maca steigern die Hormonproduktion von innen

Hier nun greift die adaptogene Maca-Pflanze, die zwar selbst keine Phytohormone enthält, die Hormonproduktion aber von innen her anregt, und zwar nicht allein zum Ausgleich der Geschlechthormone, sondern im Übrigen auch zur vermehrten Aufnahme von knochenstärkenden und blutbildenden Mineralstoffen aus der Nahrung durch eine Vermehrung der Transportproteine des Blutes.

Zur Behandlung der Beschwerden der Prä- bzw. Perimenopause kommen dabei vor allem die lilafarbene und die rote Maca-Sorte zum Einsatz, die bis auf seltene Ausnahmen gemeinsam als Mischsorte „rot“ erhältlich sind, wobei insbesondere lila Maca zur Behandlung von Beschwerden der Prämenopause empfohlen wird, obwohl es sich in seinem therapeutischen Spektrum mit rotem Maca überschneidet. Lila und rotes Maca machen zusammen etwa 40 Prozent der jährlichen Ernte in der Region Junín-Pasco aus und verfügen von allen Maca-Sorten über den höchsten Kalium- und Aminosäure-Gehalt. 

Auswertung der wichtigsten Studienergebnisse

Eine repräsentative Doppelblindstudie aus dem Jahre 2006 [iii] hat ergeben, dass Maca nach 8 Wochen Verzehr von 2g gelatiniertem, also 4:1 konzentriertem Macapulver (entspricht 8g Rohpulver) folgende hormonelle Veränderungen produzierte ohne im eigentlichen Sinne Phytohormone zuzuführen: 

SteigerungReduktion
  • Estradiol (E2)
  • Follikelstimulierendes Hormon (FSH)
  • Progesteron
  • ACTH
  • Bluthochdruck
  • Körpergewicht
  • Triglyceride
  • Cholesterinspiegel

Da Cholesterin ist ein Ausgangsstoff vieler Hormone ist, kann die Senkung des Cholesterinspiegels unter anderem mit der Steigerung der Hormonproduktion in Verbindung gebracht werden. Die Senkung des Bluthochdrucks hängt mit dem hohen Kaliumgehalt der Wurzel zusammen und die Steigerung der hormonellen Produktion lässt sich nach neuster Forschung auf die in den Wurzel enthaltenen Glucosinolate und Pflanzensterole zurückführen, die über eine Kette von biochemischen Abläufen eine Ankurbelung der Hormonproduktion von innen her veranlassen.

Das Resultat ist, dass zwischen 74% und 87% der teilnehmenden Frauen ohne Gabe künstlicher Hormone eine deutliche Linderung ihrer Wechseljahrsbeschwerden angeben, darunter eine Linderung von Stresssymptomen, depressiver Verstimmung und Angstzuständen zugunsten einer gesteigerten Vitalität und Lebensfreude. Diese Befunde decken sich mit den Erfahrungswerten der traditionellen peruanischen Heilkunde.

Zwischenfazit: Die Wechseljahre verlaufen bei manchen Frauen symptomfrei. Das heißt, dass der menschliche Körper grundsätzlich dazu in der Lage ist den Umbau der Hormonlage von innen her und ohne grundsätzlichen Bedarf nach einer Hormonersatztherapie zu vollziehen. Lila und rotes Maca helfen während der Prä- bzw. Perimenopause von innen her einen solchen harmonischen Übergang zu gewährleisten und sorgen für Lebensfreude, Libido und Erdung.

maca-dosierung-wechseljahreWeitere Informationen und einen detaillierten Einnahmeplan mit Dosierungshilfe und Qualitätshinweisen finden Sie speziell unter Maca-Dosierung in den Wechseljahren.

2. Gelbes Maca in der Postmenopause

Während der Postmenopause, von der man nach dem Verstreichen von mindestens 12 menstruationsfreien Monaten spricht, schleicht sich vor allem die Estradiolproduktion allmählich aus und es kommt vor allem zu Symptomen des Estradiolmangels, zu denen Hitzewallungen gehören.

Hinzu treten jetzt jedoch noch stärkere Symptome des Alterns und des Abbaus der weiblichen Fruchtbarkeit, darunter Vaginaatrophie, Libidoverlust, Scheidentrockenheit und Faltenbildung und eine Abnahme der Knochendichte sowie vegetative und psychische Symptome wie Nervosität, Erschöpfung und depressive Verstimmung. In der klassischen Hormonersatztherapie würden diese Symptome mit der Gabe eines reinen Östrogen-Präparats behandelt werden. 

Gelbes Maca stärkt Blut, Knochen und Estradiol

Gelbes Maca, das die Hälfte der jährlichen Ernte in der Region Junín-Pasco ausmacht, vermag hier von innen heraus Linderung zu verschaffen, indem es die Umstellung des Hormonhaushalts auf das Alter unterstützt, beruhigt und durch seine hohe Mineralstoffdichte dem Körper zu einer guten Grundlage in Blut und Knochen verhilft. 

Auswertung der wichtigsten Studienergebnisse

Eine repräsentative Doppelblindstudie aus dem Jahre 2006 [iv] hat ergeben, dass Maca nach 8 Wochen Verzehr von 2g gelatiniertem, also 4:1 konzentriertem Macapulver (entspricht 8g Rohpulver) folgende hormonelle Veränderungen produzierte ohne im eigentlichen Sinne Phytohormone zuzuführen: 

SteigerungReduktion
  • Estradiol (E2) 
  • Eisengehalt des Blutes
  • Knochendichte
  • Follikelstimulierendes Hormon (FSH)
  • Luteinisierendes Hormon (LH)
  • Cortisol
  • ACTH
  • T3
  • Body Mass Index (BMI)

Die Reduktion der Hormone FSH und LH sind Teil der hormonellen Umstellung auf das Alter, da sie der Reifung von Eizellen dienen. Die Reduktion von Cortisol, ACTH und dem Schilddrüsenhormon T3 trägt zu einem Gefühl von Ruhe und Erdung bei, während die Erhöhung des Eisengehalts Erschöpfungszuständen entgegenwirkt und Estradiol die weibliche Sexualität pflegt und erhält. Hier ist zu bemerken, dass eine Steigerung der Libido bei geringeren Dosen von Maca (1,3 bis 3g Rohpulver) auch ohne Erhöhung des Estradiolspiegels zustande kommt, wie andere Studien bemerkt haben.[v] Überhaupt scheint Maca gleichsam altersspezifisch auf den Organismus einzugehen und das Zusammenspiel der der Drüsen zu justieren: Es senkt, was zu senken ist und steigert, was zu steigern ist.[vi]  

Darüber hinaus ist anzumerken, dass die Pflanze zwar ausgesprochen mineralreich ist, ihre beachtliche Wirkung auf die Mineralisierung von Blut und Knochen jedoch nicht allein der „Warenseite“ verdankt (gelbes und schwarzes Maca haben von allen Sorten den höchsten Eisengehalt), sondern ihrer Eigenart der Aufstockung der Transportproteine des Blutes, die eine erhöhte Aufnahme von Mineralstoffen aus der sonstigen Nahrung ermöglicht.[vii]

Zwischenfazit: Während der Postmenopause leiden viele Frauen unter dem Verlust ihrer Libido und einer allgemeinen depressiven Verstimmung sowie unter Umständen unter Eisenmangel und dem Verlust an Knochendichte (Osteoporose). Gelbes Maca vermag hier einen sanften Übergang zu gewährleisten, die Libido anzuregen sowie Blut und Knochen zu stärken.

maca-dosierung-postmenopauseWeitere Informationen und einen detaillierten Einnahmeplan mit Dosierungshilfe und Qualitätshinweisen finden Sie speziell unter Maca-Dosierung in der Postmenopause.

Einnahme, Dosierung und Gegenanzeigen

Die hormonelle Wirkung von Maca hängt stark von der Dosis ab, wobei Studien, die keinen Effekt auf das Hormonsystem festgestellt haben auch mit sehr geringen Dosen von 1,5 bis 3 g Rohpulver gearbeitet haben, wenngleich auch sie die selben Verbesserungen der Libido, der Vitalität und des allgemeinen Wohlbefindens konstatieren.[viii] Studien hingegen, die mit höher oder hochdosiertem Maca gearbeitet haben, zeigen nach neuestem Forschungsstand auch merkliche Veränderungen des Hormonspiegels.[ix]

Es ist also möglich die Wirkung von Maca zu modellieren, wobei der Unterschied von dem magenfreundlichen gelatinierten Maca und dem Rohpulver beachtet werden muss. Gelatiniertes Maca ist nicht immer 1:1, sondern gelegentlich auch 4:1 konzentriert, so dass demnach nur ein Viertel der Menge vonnöten sind um die gleiche Wirkung zu erzielen. Richtwert als Tagesportion für das Rohpulver sind 10g, was in etwas einem Esslöffel Macapulver entspricht. Im alten Peru wurde Maca in der täglichen Nahrung sogar in noch größeren Mengen verzehrt. Allgemein ist es empfehlenswert die Dosis allmählich zu steigern um sich mit der Wirkung des Macapulvers vertraut zu machen und dann auf eine regelmäßige tägliche Einnahme zu achten. (Detaillierte Informationen zum therapeutischen Gebrauch von rotem bzw. lila Maca und gelbem Maca finden Sie in den entsprechenden weiterführenden Artikeln zu Einnahme und Dosierung in den Wechseljahren bzw. der Postmenopause.) 

Als Nahrungsmittelpflanze ist Maca im rohen Zustand für gesunde Menschen nebenwirkungsfrei. Lediglich Frauen mit empfindlicher Verdauung oder einer Unverträglichkeit von Senfölglycosiden ist von Rohpulver abzuraten um keine Schleimhautreizungen zu provozieren. In diesem Fall steht die Wahl eines gelatinierten Macapulvers offen, bei dem die unverträglichen Stärken und Senfölglycoside neutralisiert worden sind. Auch bei einer Nebennierenschwäche sind gewisse Einschränkungen zu beachten, da im Allgemeinen davon abgeraten hochgradig kaliumhaltige Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, was für Maca generell gilt, aber insbesondere für die rote und lilafarbene Sorte, die den höchsten Kaliumgehalt aller Sorten haben. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Nebenwirkungen von Maca.

Quellen:

[i] Die Studiensammlung der WHI zu diesem Thema: https://www.nhlbi.nih.gov/whi/

[ii] Menopause Management – Getting Clinical Care Back on Track. JoAnn E. Manson, M.D., Dr.P.H., and Andrew M. Kaunitz, M.D. N Engl J Med 2016; 374:803-806March 3, 2016 DOI: 10.1056/NEJMp1514242.

[iii] MeissnerHO, Reich-Bilinska H, Mscisz A, Kedzia B. Therapeutic Effects of Pre-Gelatinized Maca (Lepidium Peruvianum Chacon) used as a Non-Hormonal Alternative to HRT in Perimenopausal Women – Clinical Pilot Study. International Journal of Biomedical Science : IJBS. 2006;2(2):143-159. PMCID: PMC3614596.

[iv] Meissner HO, Mscisz A, Reich-Bilinska H, et al. Hormone-Balancing Effect of Pre-Gelatinized Organic Maca (Lepidium peruvianum Chacon): (III) Clinical responses of early-postmenopausal women to Maca in double blind, randomized, Placebo-controlled, crossover configuration, outpatient study. International Journal of Biomedical Science : IJBS. 2006;2(4):375-394. PMCID: PMC3614644.

[v] Brooks NA, Wilcox G, Walker KZ, Ashton JF, Cox MB, Stojanovska L. Beneficial effects of Lepidium meyenii (Maca) on psychological symptoms and measures of sexual dysfunction in postmenopausal women are not related to estrogen or androgen content. Menopause. 2008 Nov-Dec;15(6):1157-62. doi: 10.1097/gme.0b013e3181732953. PMID: 18784609.

[vi] Muller V. South American Herb Maca as Alternative to Hormone Replacement Therapy. Whole World Botanical Reports, 2002; 11.

[vii] Meissner HO, Mrozikiewicz P, Bobkiewicz-Kozlowska T, et al. Hormone-Balancing Effect of Pre-Gelatinized Organic Maca (Lepidium peruvianum Chacon): (I) Biochemical and Pharmacodynamic Study on Maca using Clinical Laboratory Model on Ovariectomized Rats. International Journal of Biomedical Science : IJBS. 2006;2(3):260-272. PMCID: PMC3614604.

[viii]Brooks NA, Wilcox G, Walker KZ, Ashton JF, Cox MB, Stojanovska L. Beneficial effects of Lepidium meyenii (Maca) on psychological symptoms and measures of sexual dysfunction in postmenopausal women are not related to estrogen or androgen content. Menopause. 2008 Nov-Dec;15(6):1157-62. doi: 10.1097/gme.0b013e3181732953. PMID: 18784609.

[ix] Ohta, Y., Yoshida, K., Kamiya, S., Kawate, N., Takahashi, M., Inaba, T., Hatoya, S., Morii, H., Takahashi, K., Ito, M., Ogawa, H. and Tamada, H. (2015), Feeding hydroalcoholic extract powder of Lepidium meyenii (maca) increases serum testosterone concentration and enhances steroidogenic ability of Leydig cells in male rats. Andrologia. doi: 10.1111/and.12453. PMID: 26174043.




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