Inhaltsstoffe von Maca

Wirkstoffe von Maca 

Inhaltsstoffe von Maca

Macas Nährwerte, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Wirkstoffe als Tabelle mit Erläuterungen zu den Wirkungen der einzigartigen Pflanzenbestandteile.

Warum wirkt Maca?

Macas Wirkungen auf das Hormon- und Immunsystem sowie die allgemeine Vitalität sind vielfältig und noch längst nicht letztgültig erforscht. Bisher zugeordnet werden konnten im wesentlichen drei Faktoren, deren Wirkungen im Folgenden kurz dargestellt werden sollen:

  1. Macas Inhaltsstoffe allgemein
  2. Macas Wirkstoffe
  3. Wirkung durch Synergie

Weitere umfassende Informationen zum Thema Maca, seiner Wirkung und Anwendung finden Sie darüber hinaus in unserem ausführlichen Überblicksbeitrag Maca – Das Superfood aus den Anden.

1. Macas Inhaltsstoffe allgemein 

Maca liegt in verschiedenen Hauptformen vor, die sich zwar in ihrem therapeutischen Anwendungsbereich, jedoch kaum in ihren Inhaltsstoffen unterscheiden. Daher wird den Nährstoffangaben im Folgenden ein Mischpulver zugrunde gelegt und die jeweilige Wirkung knapp erläutert. Im Anschluss daran finden Sie zusätzlich eine Übersicht der bisher identifizierten klinischen Wirkstoffe.

InhaltsstoffErläuterungen zur Wirkung
Kohlenhydrate (59 %) Maca ist als Grundnahrungsmittel der Anden ähnlich der Kartoffel zugleich eine wichtige Energiequelle. Ein Drittel der in Maca enthaltenen Kohlenhydrate, also 20 g pro 100 g, sind natürlicher Fruchtzucker, bei gelatiniertem Maca liegt dieser Anteil sogar noch höher und umfasst nahezu 50 g pro 100 g.  
Ballaststoffe (8,5 %) Maca enthält relativ große Mengen Zellulose und Lignane, die die Verdauung ankurbeln und im Falle letzterer auch wichtige Antioxidantien darstellen.
Eiweiß (10,8 %)Maca enthält nahezu alle essentiellen Aminosäuren in bioverfügbarer Form.
 
  • Asparaginsäure – 97 mg pro 1 g Eiweiß
  • Arginin – 99 mg pro 1 g Eiweiss
  • Glutaminsäure – 156 mg pro 1 g Eiweiß
  • Serin – 50 mg pro 1 g Eiweiß
  • Histidin– 22 mg pro 1 g Eiweiß
  • Glycin – 68 mg pro 1 g Eiweiß
  • Threonin – 33 mg pro 1 g Eiweiß
  • Alanin – 63 mg pro 1 g Eiweiß
  • Tyrosin – 31 mg pro 1 g Eiweiß
  • Phenylalanin – 55 mg pro 1 g Eiweiß
  • Valin – 79 mg pro 1 g Eiweiß
  • Methionin- 28 mg pro 1 g Eiweiß
  • Isoleucin – 47 mg pro 1 g Eiweiß
  • Leucin – 91 mg pro 1 g Eiweiß
  • Lysin – 55 mg pro 1 g Eiweiß
  • HO-Prolin – 26 mg pro 1 g Eiweiß
  • Prolin – 0.5 mg pro 1 g Eiweiß
  • Sarcosin – 0.7 mg pro 1 g Eiweiß
Fette (0,8 %) Maca enthält etwa 20 verschiedene mehrheitlich ein- oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren, darunter auch die wichtigen Omega 6 und 9 Fettsäuren.
 
  • Laurinsäure – 0.8 %
  • Tridecansäure – 0.4 %
  • Mrystinsäure – 1.4 %
  • Pentadecansäure – 0.5 %
  • Palmitoleinsäure – 2.7 %
  • Palmitinsäure – 23.8 %
  • Heptadecansäure – 3,3 %
  • Linolsäure (Omega-6) – 32.6 %
  • Ölsäure (Omega-9) – 11.1 %
  • Stearinsäure – 6.7 %
  • Nonadecansäure – 1.7 %
  • Gadoleinsäure – 2.3 %
  • Behensäure – 2.0 %
  • Nervonsäure – 0.4 %
  • Lignocerinsäure – 0.4 %
Macamide Weitere Fettsäuren sind die mehrfach ungesättigten Macaene und die durch den Trocknungsprozess aus ihnen hervorgehenden Macamide, die als einer der Hauptwirkstoffe von Maca in Frage kommen und unter anderem leistungssteigernd und nervenschützend wirken.
Vitamine
  • Vitamin B1 (Thiamin) – 1 mg pro 100g (Stoffwechsel)
  • Vitamin B2 (Riboflavin) – 0.76 mg pro 100 g (Wachstum und Blut)
  • Vitamin C (Ascorbinsäure) – 3 mg pro 100 g (Abwehr von Zellschäden)
  • Vitamin B3 (Niacin) –  35 mg pro 100 g (Kreislauf)
Mineralstoffe
  • Kalzium – 450 mg pro 100 g (Knochen, Nerven, Kreislauf)
  • Phosphor – 220 mg pro 100 g (Transport von Signalen, Muskeln)
  • Magnesium – 104 mg pro 100 g (Proteinsynthese, Muskeln, Nerven)
  • Kalium – 1500 mg pro 100 g (Osmose, Nerven)
  • Natrium – 25 mg pro 100 g 
Spurenelemente
  • Kupfer – 5 mg pro 100 g 
  • Zink – 12 mg pro 100 g (Testosteron, geistige Klarheit)
  • Mangan – 8 mg pro 100 g (Wachstum)
  • Eisen – 25 mg pro 100 g (Hämoglobin)
  • Selen – 20 mg pro 100 g (Abwehr von Zellschäden)
  • Bor – 5 mg pro 100 g 
SteroleEs sind v.a. Macas Pflanzensterole, die anstelle von Phytohormonen Einfluss auf das Hormonsystem nehmen.
 
  • Brassicasterol – 9.1 %
  • Ergosterol – 13.6 %
  • Campesterol – 27.3 %
  • Ergostadienol – 4.5 %
  • Sitosterol – 46.5 %
SenfölglycosideSenfölglycoside, auch Glucosinolate genannt, sind aromatische Verbindungen wie sie auch im Radieschen oder Meerrettich zu finden sind. Sie verleihen der Wurzel eine gewisse Schärfe und wirken zugleich als natürliches Pestizid. Sie stehen im Verdacht krebshemmend zu wirken.

2. Macas Wirkstoffe

Auf der Suche nach einer chemischen Ursache für die klinisch nachgewiesenen Wirkungen der Maca-Wurzel auf den Hormonhaushalt, das Spermienvolumen, das Sexualverhalten, das Gemüt und die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit hat die neuere Forschung folgende Wirkstoffe untersucht:

  1. Macamide: FAAH-Inhibition mit entzündungshemmender und angstlösender Wirkung, Verbesserung der Regeneration und Ausdauer bei langanhaltendem körperlichen und nervlichem Stress. 
  2. Maca Alkaloide: Darunter u.a. Macaridin, Macaene, Lepidilin A und B. Stehen im Verdacht die hormonelle Modulation am Hypothalamus zu verursachen.
  3. Senfölglycoside: V.a. Glucotropaeolin mit krebshemmender Wirkung bei Brust- und Prostatakrebs.
  4. Beta-Carboline: Maca enthält geringe Mengen Tryptolin, das gleich einem Antidepressivum die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin hemmt. Tryptolin wirkt außerdem antioxidativ.
  5. Beta-Sitosterol: Senkt den Blutcholesterinspiegel, induziert eine Rückbildung einer leichten Prostatavergrößerung und hemmt die Glatzenbildung bei Männern.

3. Wirkung durch Synergie

Als adaptogen wirkende Pflanze lässt sich Macas Wirkung jedoch nicht allein mit der Analyse seiner Phytonährstoffe beschreiben, sondern es bedarf einer Beobachtung der Lebensweise der Pflanze selbst, die sich in der Folge logisch auf den Menschen überträgt.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Remineralisierung von Blut und Knochen, die Maca bewirkt. Diese lässt sich nicht durch den bloßen Mineralstoffgehalt der Pflanze erklären, sondern durch Veränderungen der Blutproteine und der Resorbtionsfähigkeit des Organismus, der auch aus der übrigen Nahrung mehr Energie zu ziehen beginnt. Weiß man, dass die Maca-Pflanze selbst ein Mineralstoffdepot aus dem Boden zieht um den Kraftaufwand der Samenbildung zu finanzieren, so wird verständlich, dass die Pflanze diese ihre ziehende Eigenschaft an den Organismus weitergibt – ebenso wie ihren Fortpflanzungswillen unter den widrigsten Bedingungen.




13 Responses to “Inhaltsstoffe von Maca”

  1. ist das Maca auch für den hohen Blutdruck+Diabeth 2 gut .
    bitte um Nachricht.Mfg.Pongratz

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Lieber Herr Pongratz, ja durch den hohen Kaliumgehalt wirkt es leicht blutdrucksenkend und auch zum Thema Diabetes finden Sie im Artikel „Maca Wirkung“ Antworten, wobei hier das gelbe Maca heraussticht. Allerdings genügt die Einnahme von Maca nicht als alleinige Masßnahme. Liebe Grüße!

      • Welches Produkt braucht man noch dazu,außer Maca-Blutdruck-sendet

        • Gwendolin Kirchhoff:

          Lieber Herr Pongratz, der Goldstandard bei Herzbeschwerden ist die Pflanze Strophantin, die allerdings verschreibungspflichtig ist. Sie verfügt über hervorragende Eigenschaften und ist nebenwirkungsfrei. Auf dieser Webseite können Sie sich näher informieren: http://strophantus.de/ Liebe Grüße!

  2. Guten Tag, ich habe mir die Schwermetallanalyse eines Bio Maca Pulver Herstellers angesehen. lt. der Analyse (GBA Hamburg) hat das Pulver 121 mg / kg ALuminium! (DIN EN 15763 ICP – MS). Eine Kartoffel hat vergleichsweise 0,2 Mg / kg. Der Grenzwert zur Aufnahme liegt bei ca 10 mg am Tag (bei meinem Körpergewicht). Können Sie mir erklären warum die Maca Wurzel so hohe Werte an Aluminium hat? Der Vertrieb konnte es mir bis dato nicht erläutern. Das Produkt stammt aus Peru. Sind die Böden dort Alu-haltig

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Lieber Marc, die Maca-Pflanze ist ähnlich wie Moringa besonders mineraliengierig, d.h. sie zieht Mineralien stärker als die meisten anderen Pflanzen aus dem Boden und ist damit generell sehr mineralstoffreich. Eine hypothetische andere Pflanze auf dem selben Boden angebaut hätte also vermutlich einen niedrigeren Aluminium-Gehalt. Erklärt werden kann der (hohe) Aluminiumgehalt also aus einer Kombination der Faktoren Ziehkraft und Bodenvorkommen. Ähnlich wie bei Heilerde ist jedoch bei weitem nicht jede Aluminiumverbindung schädlich. Toxisch ist vor allem Aluminiumchlorid wie es in herkömmlichen Deodorants zum Einsatz kommt. Aluminiumstearat und Aluminiumsilicat (Bentonit und andere Erden) sind hingegen vollkommen ungefährlich und werden unverdaut ausgeschieden. Man spricht in diesem Zusammenhang von chelatiertem Aluminium. Verschiedene Substanzen in der Natur chalatieren: Silizium, Zink, Selen, Vitamin E, Eisen und Stoffe wie Pektin und Apfelsäure. Ich hoffe, das konnte Ihre Frage beantworten. Liebe Grüße!

  3. Hallo, ich habe noch eine Frage zu Aluminium in Maca Pulver.
    Laut verschiedenen Berichten und auch wie bewiesen, ist ein erhöhter Aluminiumgehalt im Körper (Gehirn) ein Auslöser von Alzheimer.
    Mit Maca Pulver nehme ich doch bewusst eine grosse Menge Aluminium zu mir zu.
    Sogar das Kochen in Töpfen und Pfannen, sowie die Aufbewahrung von Speisen in Alufolie, erhöht die Aluminium Zufuhr im Körper. Auch das Ablecken von Alufolie bei Yoghurts soll man aus diesem Grund vermeiden. Welche Aluminiumverbindung nehmen wir in diesen Fällen dann zu uns (Aluminiumchlorid, -sterat oder -chlorid)? Wie können Sie mir den Unterschied zwischen den schädlichen und ungefährlichen Alu-Verbindungen für mich als Laien erklären?
    Liebe Grüße

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Lieber Blacky, Schwermetalle können von bestimmten Substanzen abgebunden und dann ausgeschieden werden. Man spricht in diesem Zusammenhang von so genannten Chelaten. In Tonerde wie z.B. Bentonit liegt das Aluminium etwa hauptsächlich, wenn nicht sogar ausschließlich in Form von Chelaten vor, die im Körperinneren weder ionisieren noch mit irgendetwas reagieren (Aluminiumsilikat & Aluminiumstearat). Auch gibt es zahlreiche Substanzen die Aluminium abbinden und ausscheiden wie z.B. Apfelsäure (Malat). Problematisch wird es, wenn die Abbinde- und Ausscheidungskapazität des Körpers durch übermäßigen Kontakt zu hochgiftigen Aluminiumsalzen wie Aluminiumchlorid (in Deos enthalten) oder durch Säurekontakt aus z.B. Alufolie herausgelöstem Aluminium dauerhaft ohne zureichende Versorgung mit Eisen, Selen, Silizium (z.B. Hirse) etc. überlastet wird. Zum Unterschied noch einmal: Giftiges Aluminium ist ionisch, ungiftiges Aluminium nicht. Liebe Grüße!

  4. Welche Nebenwirkungen von Maca gibt es? Wie ist die Wirkung bei Bluthochdruck und Herzschwäche, bzw. zurückliegendem Herzinfarkt?

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Lieber Herr Hesse, zu den Nebenwirkungen von Maca lesen Sie bitte folgenden Artikel: http://www.macapulver.org/nebenwirkungen-maca/
      Was die Herzfrage anbelangt, so wirkt Maca leicht blutdrucksenkend und remineralisierend, in den extrem drückenden Hochanden stellt der Verzehr der Maca-Wurzel die grundsätzliche Vitalität wieder her, so dass keine negativen Wirkungen auf den Herz-Kreislauf zu erwarten sind. Liebe Grüße!

  5. Hallo, ist in Maca irgend etwas enthalten, das auf der Dopingliste steht (Leistungssteigerung? Danke schon mal!!

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