Einnahme und Dosierung für weibliche Fruchtbarkeit

Maca für Eisprung und Empfängnis  

Einnahme und Dosierung für weibliche Fruchtbarkeit

Dosierung und Einnahmeplan zur Behandlung von hormonellen Ovulationsproblemen mit rotem Macapulver. Worauf beim Einkauf zu achten ist.

Zusammenfassung:

  • Ein unerfüllter Kinderwunsch hängt in über der Hälfte der Fälle mit einer Störung des Hormonhaushalts zusammen, und zwar insbesondere mit einem Progesteron- oder Estradiolmangel sowie einem Prolaktinüberschuss. Dies hat eine Verhinderung des Eisprunges oder der Einnistung der befruchteten Eizelle zur Folge.
  • Rotes Maca hat von allen Maca-Sorten den größten Einfluss auf das Gestagen-Östrogen-Gleichgewicht und verhilft bei täglicher, langfristiger, regelmäßiger Einnahme zu einer regelmäßigen Periode, Eisprüngen und einer verbesserten Einnistung  des Embryos in der Gebärmutter. Als pflanzliches Adaptogen sorgt es passgenau vor dem Eisprung für eine Zunahme der relevanten Hormone.
  • Beim Kauf ist auf zertifiziertes Bio-Maca aus der Region Junín-Pasco zu achten. Bei normaler Verdauung ist auf ein Rohpulver in Rohkostqualität, bei empfindlicher Verdauung auf ein gelatiniertes Macapulver zurückzugreifen.
  • Der Grad der hormonellen Wirkung hängt von der Dosis ab. Bei sehr unregelmäßigem oder zur Gänze ausfallendem Regelzyklus, sollte hochdosiert gearbeitet werden.
  • Maca wird am besten zu den Mahlzeiten in Fruchtsaft verrührt oder zu Lassi verarbeitet als Kaltgetränk eingenommen.
  • Macas Wirkungen und Anwendungsbereiche sind vielfältig und wissenschaftlich bestätigt. Eine ausführliche Zusammenfassung aller Wirkungen von Maca finden Sie in unserem Beitrag zur Wirkung von Maca.

Maca für den Kinderwunsch

Mindestens die Hälfte der Fälle weiblicher Unfruchtbarkeit ist hormonell bedingt, wobei daunter insbesondere der Progesteronmangel hervorsticht (zuweilen auch ein Estradiolmangel), ebenso wie der Prolaktinüberschuss. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer Störung in der „Hypothalamus-Hypophysen-Ovarien-Achse“. Liegt eine solche Störung vor, dann wird entweder der Eisprung unterdrückt oder eine Fehlgeburt begünstigt und es kommt zu einer Reihe von charakteristischen Beschwerden, die zusammen mit den häufigsten Ursachen für ein gestörtes hormonelles Gleichgewicht im Einzelnen im Hauptartikel Maca für den Kinderwunsch aufgeführt sind.

Faustregel: Sofern keine physische Beschädigung der Fortpflanzungsorgane vorliegt, aber Symptome eines hormonellen Ungleichgewichts auftreten, so bestehen gute Chancen, dass die Fruchtbarkeit durch Maca wiederhergestellt werden kann, das eines der ältesten Fruchtbarkeitsmittel der Menschheit darstellt.

Zusätzlich ist anzumerken, dass es sinnvoll ist, dass beide Partner gleichzeitig Maca zu sich nehmen, da in mindestens einem Fünftel aller Fälle die ungewollte Kinderlosigkeit auf Ursachen auf Seiten beider Partner zurück geht und sich dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis erhöht. Mehr zur Verbesserung der Spermienqualität mithilfe von schwarzem Maca finden Sie unter Einnahme und Dosierung für männliche Fruchtbarkeit.

Rotes Maca für weibliche Fruchtbarkeit

Das vielleicht zentralste Gleichgewicht für die für das seelische und körperliche Wohlbefinden einer Frau ist das Gestagen-Östrogen-Gleichgewicht, das in der modernen Welt aus verschiedenen Gründen sehr häufig aus den Fugen gerät. Konkret geht es dabei, dass sich das Gestagen Progesteron und das Östrogen Estradiol (E2) in einem harmonischen Schwingungsverhältnis zu einander stehen.

Sinkt die Progesteronproduktion wie es zum Beispiel bei zunehmendem Alter geschieht (ab Mitte 30) oder werden zu viele Östrogene in den Körper aufgenommen oder zum Beispiel bei Übergewicht vom Fettgewebe in den Körper abgegeben, dann entsteht ein von Reizbarkeit, Aufschwemmung, Hautunreinheiten, Stimmungsschwankungen und Menstruationsbeschwerden gekennzeichneter Zustand, der mit einer hormonell bedingten, vorübergehenden Unfruchtbarkeit verbunden ist. Man spricht in diesem Falle von einer Gelbkörperschwäche, die zum Einen den Eisprung verhindert (z.B. durch eine vermehrte Ausschüttung des Stillhormons Prolaktin, die ansonsten auch mit einer Störung der Schilddrüse zusammenhängen kann) und zum Anderen die Einnistung des Embryos in die nicht hinreichend aufgebaute Gebärmutterschleimhaut (Fehlgeburtsneigung). Aber auch der in jüngeren Jahren seltenere Estradiolmangel führt zum Aussetzen des Eisprungs.

Rotes Maca für Eisprung und Empfängnis

Rotes Maca nun hat von allen Maca-Sorten den größten Einfluss auf den Progesteronspiegel und damit auf das Gestagen-Östrogen-Gleichgewicht, das es als pflanzliches Adaptogen altersgerecht optimiert, ohne dem Körper äußerlich Phytohormone zuzufügen, sondern nur durch Anregung der inneren Koordination der Hypothalamus-Hypophysen-Ovarien-Achse über seine Pflanzensterole. Die Steigerung erfolgt nicht mechanisch, sondern speziell auf den Einzelfall bezogen und es ist auch möglich eine vermehrte Libido, größere Lebensfreude, eine allmähliche Klärung und Rhythmisierung des Regelzyklus sowie eine Empfängnis zu bemerken, ohne dass bei einer Messung dramatische hormonelle Ausschläge zu beobachten wären.

So wurde im Fressversuch mit Mäusen bemerkt, dass diese vermehrte Eisprünge und größere und gesündere Würfe produzierten, ohne dass deswegen ihr Estradiolspiegel sonderlich gestiegen wäre.[i] (Allerdings wurde in dieser Studie auch mit einer vergleichsweise geringen Dosierung gearbeitet.) Was sich hingegen gezeigt hat ist, dass Maca die für den Eisprung relevanten Hormone LH und FSH direkt vor dem Eisprung dramatisch hat ansteigen lassen, und zwar sage und schreibe 4,5- bzw. 19-fach jeweils. Dies wirft ein Licht darauf, was ein Adaptogen im Gegensatz zu einer Hormontherapie ausmacht.[ii]

Wichtig ist anzumerken, dass die genaue Maca-Farbe für diese Wirkung nicht beliebig ist und manche der Farben Wirkungen aufweisen, die die anderen Farben überhaupt nicht zeitigen. Aufgrund seiner ausgeprägten Gestagen-Östrogen-Wirkung kommt gerade das rote Maca auch in den Wechseljahren zur Anwendung, deren Beschwerden sich gerade einem Einbruch und Abbau der weiblichen Fruchtbarkeit verdanken, d.h. einem wechselnden Progesteron- und Estradiolmangel. 

Es ist das Charakteristikum der Maca-Pflanze Fruchtbarkeit gegen einen Widerstand von Außen durchzusetzen und diese Eigenschaft an Mensch und Tier weiterzugeben, die sie verzehren. Dennoch ist es sinnvoll zeitgleich mit der Behandlung mit rotem Maca sinnvolle Veränderungen in der Lebensführung (Bewegung, Entspannung und Ernährung) und die Meidung hormoneller Stressoren wie Pestiziden oder Weichmachern vorzunehmen.

Worauf beim Kauf unbedingt zu achten ist

Das beste und mineralstoffreichste Maca der Welt kommt aus der Wiege der Maca-Kultivierung aus dem Reserva Nacional de Junín und führt seit 2011 die geschützte geographische Herkunftsbezeichung „Maca Junín-Pasco“. Maca wird in dieser Region von Kleinbauern in einer Höhe von mindestens 4100 m u.d.M. grundsätzlich durch Bio-Anbau gezogen und enthält ob der besonderen Bodenbeschaffenheit und der einzigartigen Witterungsbedingungen dieser Gegend ein distinktes Vitalstoffprofil. Abweichungen allein innerhalb von Peru, ja sogar innerhalb der selben Region Junín, aber weiter südlich, produzieren tatsächlich bereits merkliche Qualitätsunterschiede. 

Achtung: Neuerdings ist auf dem Markt auch ein billiges chinesisches Maca aus der teilweise schwermetallbelasteten Region Yunnan erhältlich. Auch ist nicht einwandfrei geklärt ist, ob die Höhen- und Witterungsbedingungen dieser Region überhaupt ein hinreichendes Äquivalent zu den peruanischen Hochanden darstellen, da die Maca-Pflanze ohne Mindestanbauhöhe von über 4000 m ü.d.M. und einen gewissen „Stress“ nicht dieselbe therapeutische Qualität entfaltet. Vor chinesischem Maca sei überdies auch deswegen gewarnt, weil in China bereits eine synthetische Variante des Wurzelpulvers vertrieben wird und damit ein Macapulver, das im eigentlichen Sinne gar keines ist.

(Ausführliche Informationen zum Erkennen von Qualität finden Sie unter Maca Kaufen.)

Zwischenfazit: Beim Maca-Kauf auf die passende Farbe achten und zertifiziertes Bio-Maca aus der Region Junín-Pasco bevorzugen, ausgewiesen durch die geschützte geografische Bezeichnung „Maca Junín-Pasco“. Rotes Maca verhilft zu einer regelmäßigen Periode, Eisprüngen und einer ausgeglichenen hormonellen Basis.

Dosierung und Einnahme

Häufigkeit: Zur Erzielung einer deutlichen Wirkung sollte Maca am besten regelmäßig und täglich eingenommen werden, und zwar bis eine Empfängnis erfolgt ist. Studien zu den mit Störungen der weiblichen Fruchtbarkeit vergleichbaren Wechseljahren haben bei fast allen Probandinnen bereits nach 8 Wochen täglicher Gabe eine deutliche Besserung der Symptome beobachten können.[iii] Analoge Mindestzeiträume gelten auch für die Behandlung hormoneller Unfruchtbarkeit, die in der Wiederherstellung eines gesunden Regelzyklus besteht.

Dosierung: Der Grad der hormonellen Wirkung von Maca hängt von der Höhe der Dosierung ab, wobei bei niedrigen Dosierungen von nur 1,5 bis 3 g täglich kaum messbare hormonelle Veränderungen trotz Steigerung von Libido, Vitalität und Wohlbefinden zu vermelden sind und bei höherer Dosierung im Einklang mit den Bedürfnissen des Körpers entsprechend größere. Dabei reicht in der Regel eine Tagesportion von  etwa 10 g, d.h. ca. einem Esslöffel Rohpulver, bei einer mittelschweren Frau für eine deutliche Wirkung aus. Eine Verdopplung der Dosis ist zeitweilig ebenfalls möglich, so eine wirkliche starke hormonelle Beeinträchtigung besteht und der Regelzyklus sehr unregelmäßig oder überhaupt nicht stattfindet. Wenigstens 3 hochdosierte Tage in der Woche sollten in diesem Falle eingelegt werden, um den Regelzyklus zu regenerieren. – Nichtsdestotrotz empfiehlt es sich sich über einige Tage hinweg durch sanfte Steigerung der Dosis auf die Wirkung von Maca einzustellen und nicht aus dem Stehgreif hochzudosieren. Der Wirkungseintritt ist vergleichsweise rasch und steil in den ersten Tagen und pendelt sich in der Folgezeit dann auf neuem Grundniveau ein. 

Einnahmedauer: Ideal ist die Einnahme schlicht bis eine Empfängnis erfolgt ist, alternativ jedoch ist eine Mindesteinnahmedauer von 8 Wochen anzuraten um die hormonell ausgleichende Langzeitwirkung von Maca erleben zu können. 

Zwischenfazit: Rotes Maca sollte täglich und langfristig eingenommen werden, bis eine Empfängnis erfolgt ist. Die Höhe der Dosis bestimmt die Wirkung, wobei messbare hormonelle Veränderungen erst bei höheren Dosierungen auftreten, wobei bei einer schweren hormonellen Beeinträchtigung mindestens drei hochdosierte Tage pro Woche in Erwägung gezogen werden sollten. 

Dosierung von rohem und gelatiniertem Maca

Rotes Maca ist sowohl als Rohpulver als auch als Extrakt erhältlich, wobei einerseits ein alkoholischer und andererseits ein Heißwasserextrakt (Gelatinierung) möglich ist. Gelatiniertes Macapulver ist im Unterschied zum Rohpulver oft, jedoch nicht immer 4:1 konzentriert, so dass nur ein Viertel der Dosis von Nöten ist um eine vergleichbare Wirkung zu erzielen. Es eignet sich vor allem für Menschen mit sehr empfindlicher Verdauung, die etwas auf die in rohem Maca enthaltenen Senfölglycoside mit Reizungen der Darm- und Magenschleimhäute reagieren.

Gerade bei der Behandlung eines starken und mit Unfruchtbarkeit verbundenen hormonellen Ungleichgewichts sind an und für sich hohe Dosierungen erstrebenswert, so diese gut vertragen werden, und zwar bis sich eine deutliche Verbesserung des Regelzyklus bemerkbar macht. Ist eine Empfängnis dann erfolgt, so sollte es in niedriger Dosierung über einen Zeitraum von 4 bis 8 Wochen ausgeschlichen werden. In dieser Zeit kann es zu einer Stärkung des Embryos und einer verbesserten Einnistung beitragen.

Rohes Maca bei normaler Verdauung

Maca-Form

Leichte bis keine Beschwerden (Vorbeugung)

Mittlere, spürbare Beeinträchtigung

Starke, spürbare Beeinträchtigung

Beim Kauf auf diese Qualitätsmerkmale achten:

Rotes Maca Rohpulver

  • bis zu 10 g (1 EL)

  • 2 bis 3 mal die Woche

  • bis zu 10 g (1 EL)

  • täglich

  • min 10 g (1 EL) bis 20 g (2 EL) 

  • 1 bis 2 mal täglich (kurzzeitig)

Rotes Maca
+ Bio
+ Junín-Pasco
+ roh
+ sortenrein
+ >4000m
+ Labortest

Gelatiniertes Maca bei empfindlicher Verdauung

Maca-Form

Leichte bis keine Beschwerden (Vorbeugung)

Mittlere, spürbare Beeinträchtigung

Starke, spürbare Beeinträchtigung

Beim Kauf auf diese Qualitätsmerkmale achten:

Gelatiniertes Rotes Maca

  • bis zu 10 g (1 EL)

  • 2 bis 3 mal die Woche

  • bis zu 10 g (1 EL)

  • täglich

  • min 10 g (1 EL) bis 20 g (2 EL) 

  • 1 bis 2 mal täglich (kurzzeitig)

Rotes Maca
+ Bio
+ Junín-Pasco
+ gelatiniert
+ sortenrein
+ >4000m
+ Labortest

 Wie nimmt man Maca am besten ein?

Gelatiniertes Maca ist sehr häufig in Kapselform erhältlich, was die Dosierung ausgesprochen einfach gestaltet. Eine Kapsel enthält zwischen 800 und 1000 mg, so dass 2 bis 3 Kapseln am Tag zu den Mahlzeiten eingenommen genügen. Rohpulver hingegen wird hingegen in der Regel unverkapseltangeboten. Es ist enzymatisch reicher, schmeckt aber einigermaßen streng und wird am besten in etwas Fruchtsaft verrührt als Getränk zu den Mahlzeiten getrunken.

Es ist sinnvoll das Rohpulver in der Regel auch roh zu belassen. Zwar entfaltet auch gekochtes bzw. verbackenes Maca seine adaptogene Wirkung, jedoch immer unter einem gewissen Enzym- und Vitalstoffverlust. Abwechslung in der täglichen Einbindung von Maca ist jedoch vielfältig möglich, wobei Sie im Beitrag Maca Rezepte eine Reihe von Anregungen finden.

Gegenanzeigen

Maca als andines Grundnahrungsmittel ähnlich der Kartoffel ist nicht toxisch und mit Ausnahme von Menschen mit Senföl-Allergie oder empfindlicher Verdauung frei von Nebenwirkungen. Diesen Menschen steht das bekömmliche senfölglycosidfreie gelatinierte Macapulver als Alternative offen. Einzig bei vorbestehender chronischer Nebenniereninsuffizienz ist gerade bei rotem Maca ob seines hohen Kaliumgehaltes – dem höchsten aller Maca-Sorten – eine gewisse Vorsicht geboten. Lesen Sie dazu den Artikel Nebenwirkungen von Maca.

Quellen:

[i] Ruiz-Luna AC et al. (2005) Lepidium meyenii (Maca) increases litter size in normal adult female mice. Reprod Biol Endocrinol 3: 16. PMCID: PMC1131923.

[ii] Uchiyama F, Jikyo T, Takeda R, Ogata M. Lepidium meyenii (Maca) enhances the serum levels of luteinising hormone in female rats. J Ethnopharmacol. 2014 Feb 3;151(2):897-902. doi: 10.1016/j.jep.2013.11.058. Epub 2013 Dec 11. DOI:10.1016/j.jep.2013.11.058. PMID: 24333960.

[iii] Meissner HO, Reich-Bilinska H, Mscisz A, Kedzia B. Therapeutic Effects of Pre-Gelatinized Maca (Lepidium Peruvianum Chacon) used as a Non-Hormonal Alternative to HRT in Perimenopausal Women – Clinical Pilot Study. International Journal of Biomedical Science : IJBS. 2006;2(2):143-159. PMCID: PMC3614596.




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